Gravuren
Es beginnt mit einer kleinen abstrakten geometrischen Form auf einer großen ausgespannten Fläche. Ein Kreis, ein Quadrat, eine Raute. Bleistift auf schwarzem Grund. Eine weitere Form kommt hinzu. Oft von mehreren Stellen aus fügen sich Inseln zusammen. Nur die Anschauung gibt zunächst an, was der nächste Arbeitsschritt ist. Aus diesem tätigen Denken von Gegenwart entsteht ein Gebilde und irgendwann im Arbeitsprozess ein Gedanke, eine vage Vision. Ihr spürt Heike Ilkhani weiter nach. Man könnte fast sagen das Ornament verfolgt nun ein Narrativ: "Manchmal hab ich mir gedacht es soll ein Elefant werden und dann ist es doch keiner geworden." Im doppelten Sinne von innen heraus erkundet Heike Ilkhani Formengebilde, die interpretierbar sind. Die Bildtitel geben Hinweise auf ihre eigenen Assoziationen: "Le Qoc", "la Poule" und "die Kinder". Das Silbrige Mineralische des Bleistiftes hebt sich glänzend von der schwarzmonochromen Fläche ab. Ihre Bilder verändern sich abhängig von Lichteinfall und Betrachtungsposition deutlich.
© Vitos Rheingau Atelier + Helmut Mair